Viele Menschen in den Niederlanden sitzen bei der Arbeit häufig am Schreibtisch. Seit das Arbeiten im Homeoffice selbstverständlicher geworden ist, nimmt die Zahl der Stunden, die wir täglich im Sitzen verbringen, immer weiter zu. Damit steigt auch das Risiko für Beschwerden. Besonders häufig treten Nacken- und Rückenschmerzen auf. Zum Glück kannst du etwas gegen diese unangenehmen Beschwerden tun. Es gibt viele einfach auszuführende Übungen, die deine Arbeitshaltung verbessern und Beschwerden lindern. In diesem Artikel findest du vier solcher Übungen, die wenig Zeit und Erfahrung erfordern, aber dennoch die gewünschte Wirkung erzielen. Zunächst erfährst du, wie du deinen Arbeitsplatz verbessern kannst. Anschließend folgen Tipps für eine bessere Arbeitshaltung.
Die richtige Gestaltung des Arbeitsplatzes
Die Übungen bringen wenig, wenn dein Arbeitsplatz nicht optimal eingerichtet ist. Bei einer falschen Einrichtung kehren die Beschwerden nämlich schneller zurück. Überprüfe die folgenden Punkte und passe deinen Arbeitsplatz bei Bedarf an diese Kriterien an.- Der Computerbildschirm sollte sich auf Augenhöhe befinden;
- Achte darauf, dass deine Füße flach auf dem Boden stehen können. Außerdem sollten deine Beine einen Winkel von 90 Grad bilden, wenn du den Rücken gerade hältst;
- Überprüfe den Abstand zwischen deinem Computerbildschirm und deinen Augen. Der optimale Abstand beträgt 50 bis 70 cm. Wenn du zu nah am Bildschirm sitzt, ermüden deine Augen schneller;
- Auch die Position deiner Arme beeinflusst deine Arbeitshaltung. Am besten liegen deine Arme in einem Winkel von 90 Grad auf dem Schreibtisch.
Übungen zur Verbesserung deiner Arbeitshaltung
1. Bein- und Bauchmuskeln trainieren
Diese Übung führst du am besten aus, während du noch am Schreibtisch sitzt. Du musst dafür nämlich nicht an einen anderen Ort gehen. Setze dich zunächst aufrecht hin und beuge deine Knie in einem Winkel von 90 Grad. Strecke anschließend abwechselnd deine Beine aus. Halte das jeweils ausgestreckte Bein 10 bis 15 Sekunden in dieser Position. Die größte Wirkung erzielst du, wenn du die Übung 10 Mal wiederholst. Zur Abwechslung kannst du auch beide Beine gleichzeitig angehoben halten. Diese Variante eignet sich für Fortgeschrittene.
2. Sorge für eine gute Durchblutung
Wenn du längere Zeit in einer bestimmten Haltung sitzt, kann die Durchblutung deiner Arme abnehmen. Du kannst sie anregen, indem du dich aufrecht hinsetzt und deine Füße flach auf den Boden stellst. Lehne dich anschließend zurück und lasse die Arme locker neben dem Körper hängen. Bleibe für ein optimales Ergebnis 1 bis 2 Minuten in dieser Position. Kribbelnde oder warm werdende Finger infolge dieser Übung sind ganz normal. Sie zeigen sogar, dass die Durchblutung zunimmt!
3. Früchte vom Baum pflücken
Bei diesem Tipp denkst du vielleicht, dass du nach draußen gehen musst, um Äpfel oder Birnen zu pflücken. Doch das stimmt nicht, denn du tust nur so, als würdest du pflücken. Diese Übung hilft vor allem bei Rückenbeschwerden. Für eine korrekte Ausführung ist eine aufrechte Haltung entscheidend. Strecke anschließend einen Arm nach oben, als würdest du etwas pflücken. Bei dieser Übung musst du dich nicht beeilen; 20 Äpfel oder Birnen pro Durchgang reichen meist aus. Du kannst die Übung ohne Weiteres mehrmals am Tag wiederholen.
4. Muskeln dehnen
Das Dehnen der Muskeln ist nicht nur gesund, sondern kann sich auch sehr angenehm anfühlen. Stelle dich für diese Übung aufrecht hin und positioniere deine Füße hüftbreit. Halte den Kopf gerade und führe den linken Arm über den Kopf. Lehne dich anschließend zur Seite und strecke den rechten Arm nach unten. Dehne dich weiter, bis du die optimale Dehnposition erreicht hast. Das ist der Punkt, an dem du spürst, wie sich die Muskeln auf der linken Seite deines Oberkörpers dehnen. Halte diese Position bei jeder Dehnung etwa zwanzig Sekunden. Die Muskeln auf der rechten Seite dehnst du auf genau dieselbe Weise. Wiederhole die Übung auf beiden Seiten jeweils viermal.
Bemerkst du schon einen Unterschied? Falls die Übungen noch nicht helfen, bedenke, dass die Wirkung häufig nicht sofort spürbar ist. Kurzfristig wirst du eine Verbesserung deiner Arbeitshaltung feststellen. Wenn du die Übungen jedoch nicht regelmäßig wiederholst, lässt dieser Effekt allmählich nach. Auch die Gestaltung deines Arbeitsplatzes spielt dabei eine Rolle. Deshalb solltest du die oben beschriebenen Übungen regelmäßig wiederholen. Erzähle auch deinen Kollegen von diesen einfachen Übungen – vielleicht könnt ihr euch gegenseitig motivieren, sie jeden Tag auszuführen! Sie kosten nur wenige Minuten deiner Zeit und bieten langfristig gesundheitliche Vorteile.
